Salutovision® basiert auf dem Konzept der Salutogenese, das vom israelisch-amerikanischen Medizinsoziologe Aaron Antonovsky in den 1970er Jahren entwickelt wurde. Gesundheit ist seinen Beobachtungen zufolge kein Zustand, sondern muss als Prozess verstanden werden. Er arbeitete drei Faktoren heraus, die seiner Meinung nach dafür verantwortlich sind, dass Menschen eher gesund bleiben als andere:
- das Gefühl der Verstehbarkeit
- das Gefühl der Handhabbarkeit und
- das Gefühl der Sinnhaftigkeit des eigenen Lebens
Diese drei Faktoren ergeben zusammen das Gefühl einer "Stimmigkeit".
Durch viele Jahrzehnte hindurch galt das Hauptaugenmerk im Gesundheitswesen der Auseinandersetzung: Was ist Krankheit? Wie definiert sich Krankheit? Wie kommt Krankheit zustande? Welche Faktoren machen den Menschen krank? Wie lässt sich Krankheit bekämpfen?
In den letzten Jahren entwickelt sich ein neues Bewusstsein, das die Frage "Was ist Gesundheit und was braucht der Mensch, um seine Gesundheit zu erhalten?" an oberster Stelle stellt.
Der neue dreiteilige Aufbau der Berufsgruppe Lebens- und Sozialberatung wird diesen Anforderungen in vollem Ausmaß gerecht, denn mit den Dienstleistungsangeboten in Bezug auf psychologischer, ernährungswissenschaftlicher und sportwissenschaftlicher Beratung rückt die Gesundheit des Menschen in seiner Gesamtheit und in seiner Verflechtung im sozialen Umfeld in den Mittelpunkt.
ZIEL:
Das seelische, körperliche und soziale Wohlbefinden der Menschen ist oberstes Ziel in der Arbeit der Salutovisor/innen® = Lebensberater/innen.
Ziel dieses Projektes ist es, den Menschen einen Ressourcenpool zur Verfügung zu stellen, den sie eigenverantwortlich nutzen können. Es soll eine Hilfestellung sein, konkret "Hilfe zur Selbsthilfe", die sie dabei unterstützt, ihr Leben gut bewältigen zu können. Wenn ich weiß, wie ich Antwort geben kann auf die Herausforderungen, wo ich mir ganz selbstverständlich Hilfe holen kann, dann erlebt sich der Mensch sein Leben selbst und aktiv gestaltend. Das führt dann wieder zur inneren Sicherheit, Stabilität und zu einem gestärkten Selbstwertgefühl. Also zu Ergebnissen, die Voraussetzung sind für die Aufrechterhaltung der Gesundheit des Menschen.
Ein wesentliches weiteres Ziel ist es, einen Beitrag zur gesellschaftlichen Gesundheitsentwicklung zu leisten.
Wie soll es erreicht werden?
In diesem Projekt sprechen wir konkret die Menschen am Arbeitsplatz an. Sie sind unsere Zielgruppe, denen wir dieses Anbot stellen wollen und die für uns im Mittelpunkt steht. Dabei sehen wir ArbeitgeberIn, ArbeitnehmerIn und ArbeitnehmerInvertretung in einer Partnerschaft. Sie stehen in einem Arbeits- oder Dienstleistungsverhältnis zueinander, wo jede/r VertragspartnerIn auch Verantwortung für sich und für den anderen trägt.
Der Ressourcenpool wird besetzt mit Lebens- und SozialberaterInnen, die ihre Kompetenz in den Bereichen psychologischen Beratung, Ernährungs- und Sportwissenschaften einbringen und dahingehend ihre Dienstleistungen anbieten. Dabei wird besonders auf die Qualität und die Eindeutigkeit der Dienstleistung Wert gelegt. Die Dienstleistung wird vorwiegend in Form von Einzelberatungen, aber auch für Kleinstgruppen angeboten.
Dieser Ressourcenpool wird von Seiten ArbeitgeberIn und ArbeitnehmerInvertretung strukturell und organisatorisch in Zusammenarbeit mit der Österreichischen Gesellschaft für Lebensberatung (kurz ÖGL) implementiert.
Die Inanspruchnahme der Dienstleistung der Salutovisor/innen® durch die ArbeitnehmerIn erfolgt extern, ohne Druck, freiwillig und anonym. Auf finanzieller Ebene kommt das Partnerschaftsmodell zum Tragen, d.h. die Kosten tragen jeweils zu einem Drittel die/der ArbeitnehmerIn, ArbeitgeberIn und ArbeitnehmerInvertretung oder ein/e andere/r öffentlicher Fördergeber/in. Damit wird auch der partnerschaftlichen Verantwortung
Rechnung getragen und bewusst gemacht.
NUTZEN
Für die/den ArbeitnehmerIn:
- Größere Chance zu einem langfristig seelischen und körperlichen Wohlbefinden
- Verkürzte Reaktionszeit bei schwierigen Lebenssituationen
- Erweiterung der Handlungsmöglichkeiten
- Bewusstsein für die eigenen Potentiale und Ressourcen
- Selbstreflexion und Psychohygiene
- Sicherheit durch professionelle AnsprechpartnerInnen
- Finanziell erschwinglich
- Anonymität
Für die/den ArbeitgeberIn:
- Betriebliche Gesundheitsförderung (sozialer und ökonomischer Wert)
- Ein gesunder Betrieb genießt ein besseres Image nach außen; Öffentliche Anerkennung
- Stärkung und individuelle Förderung der MitarbeiterInnen
- Durch Wertschätzung der MitarbeiterInnen mehr Wertschöpfung
- Motivierte MitarbeiterInnen
- Entlastung der Führungskräfte
- Übernahme von gesellschaftlicher Verantwortung
- Förderung des Betriebsklimas
- Mehr gesunde Mitarbeiter/innen (folglich weniger Krankenstände)
Für die ArbeitnehmerInvertretung:
- Emotionale Entlastung
- Salutovisor/innen als kompetente und neutrale AnsprechpartnerInnen
- ArbeitnehmervertreterInnen können selbst die Salutovisor/innen® in Anspruch nehmen und haben den gleichen Nutzen wie die ArbeitnehmerInnen
- Durch das Partnerschaftsmodell ist die ArbeitnehmerInvertretung eine wesentliche Stütze.
- Leistet einen wesentlichen und aktiven Beitrag zur Gesundheitsförderung der MitarbeiterInnen im Betrieb
Für die Gesellschaft:
- ArbeitgeberInnen nehmen die sozialer Verantwortung ernst
- Der Mensch steht im Mittelpunkt und bekommt wieder mehr Wert.
- Bewusstwerdung der Lebensberatung als Hilfestellung und Werkzeug
- Signal in Richtung mehr eigenverantwortlicher Umgang mit sich selbst
- Geringere Aufwendungen als bei Krankheitsbekämpfung
- Wertebewusstsein